e
ein Laut, kein Wort
Der Vokal, der fast nie geschrieben wurde
Glyphen werden im Unicode dargestellt und von links nach rechts angeordnet. Da beide Schriften von rechts nach links geschrieben werden, dienen diese Zeilen der Übersicht und sind keine Faksimiles.
- Sound
- e /ɛ/
- Position
- 3
- Group
- Vokale
- Unicode
- U+10CC9
Im Namen jedes Konsonanten enthalten
Das historische Rovás ließ das e noch konsequenter weg als jeden anderen Vokal, und dafür gibt es einen bestimmten Grund.
Die Buchstaben werden mit einem vorangestellten e aufgesagt: eb, ec, ed, ef, eg (nicht bé, cé, dé). Der Vokal steckt also bereits im Namen jedes Konsonanten. Ein Schreiber, der den Konsonanten einritzte, hatte den Vokal gewissermaßen schon mitgeschrieben, weshalb sowohl e als auch é in der Praxis fast durchgehend entfielen.
Aufgrund dieser Konvention ist dieser Buchstabe in historischen Inschriften vergleichsweise selten zu finden, obwohl er einen der häufigsten Laute der Sprache darstellt.
Wann er dennoch geschrieben wurde
Die allgemeine Regel für Vokale lautete: Man ritzte einen Vokal, wenn er am Wortende stand, wenn zwei Vokale aufeinandertrafen oder wenn das Weglassen das Wort mehrdeutig gemacht hätte. Andernfalls ließ man ihn weg und überließ die Ergänzung dem Leser.
Das moderne Rovás bricht vollständig mit dieser Praxis. Die Wiederbelebung schreibt jeden Vokal aus, da ihr Zweck in einer Eins-zu-eins-Umschrift des lateinschriftlichen Ungarischen besteht und nicht im zeit- und platzsparenden Schnitzen.
Häufig gestellte Fragen
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