Shankhini
Śaṅkhinī · शङ्खिनी
Benannt nach der Muschel, Shankha. Er verläuft links von Sushumna, zwischen Gandhari und Saraswati, und endet im gängigen Verzeichnis am Anus.
- Seite
- Links
- Führt zu
- Der Anus
- Leitet
- Gehör, inneren Klang und Gleichgewicht
- Namensbedeutung
- Muschelförmig, spiralförmig
- Abweichender Endpunkt
- Das linke Ohr, in den Tabellen der Sinnesorgane
- Zugeordneter Wind
- Apana
- Gruppe
- Einer der elf sekundären Nadis
- Quellen
- Shiva Samhita, Gheranda Samhita und spätere Kommentare
Verlauf
Shankhini verläuft an der linken Seite des zentralen Kanals nach unten und mündet in dem von Apana regierten Bereich. In den Texten, die ihm diesen Verlauf zuschreiben, zählt er zusammen mit Kuhu und Varuni zu den Kanälen der Ausscheidung und nicht zu jenen der Sinneswahrnehmung.
Die abweichende Lesart führt ihn zum linken Ohr, womit er der Gruppe der Sinneskanäle zugeordnet wird. Dies stellt die größte Diskrepanz innerhalb der Überlieferung dar, doch bemerkenswerterweise schien dies in der klassischen Tradition niemanden zu stören.
Die Tabellen, welche die vierzehn Nadis nach Sinnesorganen gliedern, weisen Shankhini das linke Ohr zu und stellen ihm auf der rechten Seite Pusha oder Payasvini gegenüber. Diese Aufteilung wirkt geordneter als die gemischte Liste und ist vermutlich genau aus diesem Grund erst später entstanden.
Der Name
Eine Muschel besitzt eine Spiralform. Im religiösen Brauchtum Indiens trägt das Wort eine rituelle Bedeutung, da die Muschel zum Auftakt von Zeremonien geblasen wird. Als Bezeichnung für diesen Kanal beschreibt der Name die Windung der Bahn und nicht den Klang.
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