Gandhari
Gāndhārī · गान्धारी
Verläuft unmittelbar hinter Ida auf der linken Seite der Wirbelsäule und endet am linken Auge. Der Name geht auf die Königin aus dem Mahabharata zurück, die sich nach der Heirat mit einem blinden König zeitlebens die Augen verband.
- Seite
- Links
- Führt zu
- Dem linken Auge
- Leitet
- Visuelle Wahrnehmung und lichtbezogenes Prana
- Verläuft neben
- Ida
- Abweichender Endpunkt
- Das linke Ohr, in manchen Schriften
- Gruppe
- Einer der elf sekundären Nadis
- Quellen
- Shiva Samhita, Gheranda Samhita und spätere Kommentare
Verlauf
Gandhari liegt dicht neben Ida, leicht nach hinten versetzt, steigt von der Wurzel der Wirbelsäule auf und mündet im linken Auge. Während Ida den kühlenden Atem lenkt, übernimmt Gandhari die speziellere Aufgabe, das Sehen auf dieser Seite mit Energie zu versorgen.
Einzelne Quellen lassen den Kanal stattdessen am linken Ohr enden, eine der vielen Abweichungen in den Überlieferungen zu den sekundären Bahnen.
Der Name
Gandhari ist ein Frauenname aus dem Mahabharata: die Prinzessin von Gandhara, die sich nach der Vermählung mit dem blinden König Dhritarashtra ein Tuch vor die Augen band und es nie wieder abnahm. Deutet man den Kanal im Licht dieser Erzählung, wie es manche Kommentare tun, steht er für das bewusste Nicht-Sehen.
Ob dieser Bezug ursprünglich beabsichtigt war oder erst nachträglich hineingelesen wurde, lässt sich kaum feststellen. Einprägsam ist das Bild in jedem Fall, was der mündlichen Weitergabe dieser Aufzählungen diente.
Verwandte Kanäle
Häufig gestellte Fragen
Neueste Beiträge
Erfahren Sie mehr über die Symbolik und Bedeutung der Tarotkarten. Unser Blog bietet praktische Anleitungen und Einblicke in das Tarot-Legen.